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Von der Nudel bis zum Auto - Studienfahrt BG11 und 12 nach München


Muenchen Studienfahrt

Am Donnerstag, den 14.11. besuchten wir Schüler*innen des WG11 und 12 die Bernbacher GmbH, einen familiengeführten Nudelhersteller aus München. Während der einstündigen Werksführung lernten wir die Historie des Unternehmens und den Verarbeitungsprozess der Nudeln kennen. Die Führung begann mit einer Einführung, in der erklärt wurde, wie aus den verschiedensten Weizenarten eine fertige Nudel entsteht. Kurz darauf konnten wir durch Fotos, als das Unternehmen noch in den Kinderschuhen steckte, nachvollziehen, wie aus einem ursprünglichen Bäckereigeschäft ein großer Nudelproduzent wurde. Auch die Produktionsstrecke vom groben Mahlen des Weizens bis hin zur Verpackung für den Transport besichtigten wir. Schlussendlich erwarben wir mit einem 5 € Gutschein auch Nudel-Trophäen für Zuhause.
 
Wer wollte, konnte statt dem Nudelhersteller auch das BMW-Werk in München besuchen. Hier erwartete uns erstmal ein Imagefilm und eine kleine Sicherheitseinweisung. Bevor es zur Werksführung weiterging, mussten jedoch erst „Anlaufschwierigkeiten“ überwunden werden, denn der Anteil an echten BMW Fans hielt sich in unserer Gruppe etwas in Grenzen. Mit dem Stanzen der Rohteile startete die Besichtigung der gesamten Produktion. Für die Schüler*innen des Technischen Gymnasiums war dies der interessanteste Teil des Besuchs, denn der hohe Grad der Automatisierung im Werk war beindruckend. Im Werk arbeiten zwar angeblich mehrere tausend Mitarbeiter, wir bekamen jedoch nur selten einen zu Gesicht, es dominierten eindeutig die Roboter. Industrie 4.0 war hier hautnah zu erleben. Ein Thema, das wir als Bestandteil des Fertigungstechnik-Unterrichts bereits kennen. Nach einem kleinen Zwischenstopp in der Lackiererei ging es zur letzten Station, der Montage. Wegen Umbaumaßnahmen konnte hier aber leider nicht alles besichtigt werden, was jedoch nach dem drei Kilometer langen Marsch niemanden mehr ärgerlich stimmte. Kurz vor Schluss ließ es sich dann ein Gabelstaplerfahrer nicht nehmen, seine Überlegenheit gegenüber den Maschinen zu demonstrieren. Mit einer eleganten 360 Grad Drehung rundete er die Führung im wahrsten Sinne des Wortes gekonnt ab. Aus dieser Tour konnte am Ende dann doch jeder etwas mitnehmen!
 
Am selben Tag besuchten wir noch das Deutsche Museum. Das Besondere an diesem Museum ist, dass sich der Gang durch die verschiedenen Abteilungen wie eine Zeitreise anfühlt. Die Abteilungen befassen sich mit den Bereichen Astronomie, Bergbau, Energietechnik, Luftfahrt, Umwelt und vielem mehr. Wir konnten uns von 14:30 bis 18:00 Uhr frei bewegen. Ziemlich aufregend war der astronomische Bereich, dort gab es einen Flugzeug-Simulator, der eine große Anziehungskraft ausübte. Während ein Pilot flog, zeigte ein Sprecher verschiedene Szenarien. Dann gab es noch einen Raum mit einer Insel, in die man sich hinlegen konnte, um einen Kurzfilm über eine Supernova und mehr zu sehen. Die Abteilung Bergbau war ebenfalls sehr interessant. Sie war aufgebaut wie ein Bergwerk: je tiefer man ging, desto dunkler wurde es hier. Immer wieder fanden wir Informationen und Darstellungen, welche die Arbeitsweisen des Bergbaus zum Vorschein brachten. Auch in den anderen Abteilungen konnten wir nicht nur schauen, sondern in verschiedenen Themenbereichen auch aktiv werden. Für uns war der Besuch im Deutschen Museum top informativ und aufregend!
 
Am Freitag ging es für die Schüler*innen, die das Konzentrationslager besichtigen wollten, um 8:30 Uhr mit dem Bus Richtung Dachau. Dort angekommen wurden wir nach einer kurzen Pause von einer Dame empfangen, welche uns bei eisigen Temperaturen in einer zweieinhalbstündigen Tour durch das Hauptlager des KZ Dachaus führte. Beginnend am Haupttor mit dem berüchtigten Schriftzug „Arbeit macht frei“, ging es dann durch das Gefängnis und eine Wohnbaracke der damaligen Häftlinge. Anschließend besuchten wir die Gedenkstätten der einzelnen Konfessionen/Religionen. Danach wurden wir noch durch das Krematorium geführt. Während diesem Rundgang waren wir alle sehr nachdenklich gestimmt, weil man sich nicht einmal annähernd vorstellen kann, welch schreckliche Taten man einem Menschen zufügen kann und dass dies genau auf der Stelle, auf der man steht, geschehen ist.
 
Alternativ wurde auch eine Stadtführung über die Zeit des Nationalsozialismus in München angeboten.
 
Um 12:30 Uhr fuhren wir voller Eindrücke mit dem Bus zurück in die Heimat.
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