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Lange Nacht der Physik – Fata Morganas, Blitze und Glasfaser


Lange Nacht der Physik

Während der Sanierung des Altbaus der Beruflichen Schule Rottenburg fielen den Lehrern alte Apparate und Röhren in die Hände, die seit Jahrzehnten in den Schränken dämmerten. Das war dann auch der Anlass für die „Lange Nacht der Physik“: einmal die Schränke für alle öffnen und experimentieren!
In einer Ecke des Physiksaals stand ein Teleskop, mit dem man das „Schwarze Loch“ auf einer gleichnamigen Briefmarke in der gegenüberliegenden Ecke haarscharf erkennen konnte.
Achim Preuß führte das hellste Licht der Welt zwischen zwei Kohlestäben vor, sodass sich die Besucher in den vorderen Reihen die Augen zuhalten mussten. Dann hieß es wieder „Licht aus!“ und es wurden Blitze produziert, bis der Beamer so irritiert war, dass er zeitweise aussetzte. Wie das in eine Flasche eingesperrte Licht für die Endoskopie und für Glasfaser genutzt wird und wie Fata Morganas zustande kommen, wurde ebenso eindrucksvoll in Versuchen demonstriert wie die Farbeffekte von Seifenblasen.
Eine Kuriosität war die Vorführung eines Reizstromgerätes, das auf dem Trafo eine Gebrauchsschutznummer aus den 1930-40er Jahren trägt. Oliver Preuß öffnete einen geheimnisvollen, mit lila Samt ausgeschlagenen Kasten und erklärte, dass das Gerät früher vermutlich zur Muskelstimulation eingesetzt wurde. Der Selbstversuch habe jedoch ergeben, dass die erzeugten Blitze heute nur noch kleine unangenehme Hautverbrennungen verursachen. Dennoch leuchteten die Gase in den Kolben immer noch ungebrochen und beeindruckend schön.
Schüler des Technischen Gymnasiums hatten sich die Erklärung akustischer Phänomene vorgenommen. Sargun Singh demonstrierte, wie seine Kopfhörer Umgebungsgeräusche ausschalten können, Raphael Zöllner widmete sich der Tesla-Kugel, die elektrische Entladungen in bunten Farben anzeigt und die sich deshalb beim Musikhören hervorragend zur Anzeige der Bässe eignet.
Der letzte Teil der „Langen Nacht der Physik“ fand unter dem Nachthimmel im Schulhof statt. Achim Preuß erklärte hier das Sternbild des Orion.
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