9,4 Tesla – ein Magnet der Superlative
Nach einer Einführung in die funktionelle Bildgebung des Gehirns erwartete die Schülerinnen und Schüler ein besonderes Highlight: die Besichtigung des 9,4-Tesla-Ganzkörper-MRTs. Dieses Forschungsgerät ist der stärkste Magnetresonanztomograph weltweit, der tatsächlich läuft und in Betrieb ist. Er ermöglicht Aufnahmen des menschlichen Gehirns mit einer bislang unerreichten Detailgenauigkeit. Dank seiner außergewöhnlich hohen Magnetfeldstärke können selbst feinste Hirnstrukturen und Stoffwechselvorgänge im Submillimeterbereich sichtbar gemacht werden – Erkenntnisse, die für die Erforschung neurologischer Erkrankungen und die Weiterentwicklung der Medizin von großer Bedeutung sind.
Besonders beeindruckend war, dass das MRT während einer laufenden Untersuchung mit einem Probanden beobachtet werden konnte. Die Forschenden erklärten anschaulich, wie das rund 188.000-mal stärkere Magnetfeld als das der Erde die Atomkerne im Körper ausrichtet und dadurch hochpräzise Bilder entstehen. So konnten die Schülerinnen und Schüler die Aufnahmen in Echtzeit auf den Monitoren verfolgen und einen unmittelbaren Eindruck von modernster Forschung gewinnen.
Für den Physikkurs bot die Exkursion die seltene Gelegenheit, theoretische Unterrichtsinhalte aus den Bereichen Magnetismus und Elektrodynamik in einer realen Forschungsumgebung kennenzulernen. Der Besuch zeigte auf spannende Weise, wie physikalische Grundlagen den Weg für medizinische Spitzenforschung und innovative Diagnostik ebnen.